Königreich der Stabilität 2

Lesezeit: 3 Minuten

Teil 1 – Showdown

 

Zusammen gegen den Stagnator

Im Regierungssaal des Palastes der Stabilität laufen Futran und Alma angespannt auf und ab und überlegen fieberhaft, was sie tun sollen. „Wir müssen alle Changer aktivieren und Deinen Vater so schnell wie möglich zu Rate ziehen, Futran. Der Stagnator könnte jeden Moment die Stadtmauern überwinden!“, sagt Alma aufgeregt. Während der letzten zehn Minuten hat Norian keinen Laut mehr von sich gegeben, sondern hat mit gerunzelter Stirn wild in die Tasten seines Notebooks getippt, das aufgeklappt vor ihm steht. Nun schaut er mit Erleichterung im Blick auf und sagt: „Sie sind schon auf dem Weg!“ „Wer ist auf dem Weg?“, frag Futran. „Und was machst Du da überhaupt die ganze Zeit, wir müssen jetzt irgendetwas unternehmen!“ „Aber das mache ich doch schon“ sagt Norian leicht pikiert. „Schaut mal hier, wir arbeiten schon seit einiger Zeit daran, wie wir den Stag-nator stützen können.“ Er deutet auf seinen Computer. „Wer ist wir?“, fragt Alma. „Na, wir sind alle Changer und alle Länder Communicatios, die es satthaben, sich zu fürchten und vom Stagnator unterdrückt zu werden. Hast Du etwa noch nichts davon gehört, Alma?“ „Aber wie schafft ihr es, euch auf die Ferne alle miteinander zu koordinieren?“ fragt Futran. „Wir haben ein Kollaborations-Tool, über das wir kommunizieren. Almas Changer-Kolleginnen, Nina und Vera, haben es eingeführt und waren in den letzten Monaten in allen Ländern unterwegs, um dort zu erklären, wie wir das Tool gemeinsam nutzen werden. Jetzt können wir problemlos miteinander kommunizieren und auch auf die Ferne unsere Ideen austauschen und gemeinsam ausarbeiten, wie wir den Stagnator besiegen können.“ Alma und Futran beugen sich über den Computer.

Kollaborations-Tool
So könnte die Oberfläche Deines Kollaborations-Tools aussehen

Die Changer vereinen sich

Tatsächlich kann man erkennen, dass verschiedene Menschen aus Transformien, aus Dokumentistan, aus Studieren und aus vielen anderen Teilen des Planeten miteinander kommunizieren. Im Sekundentakt erschienen neue Nachrichten auf dem Bildschirm und es werden Dokumente geteilt. „Und diese Menschen kommen alle zu uns, um uns beizustehen? Aber die werden doch niemals rechtzeitig da sein“, sagt Futran. „Doch, das ist ja das Großartige!“ sagt Norian und erklärt: „Die Späher der Veränderungsministerin aus Transformien haben offenbar schon vor ein paar Tagen beobachtet, wie der Stagnator mit seinen Truppen über das Wandelagebirge kam. Sie haben sich gewundert, als die Truppen einfach an Trafo vorbeimarschierten. Aber dann haben sie herausgefunden, dass der Stagnator auf der Suche nach dir ist, Futran. Denn als er erfahren hat, dass Du, der Sohn des Königs von Wandela, lebst, den Planeten überquerst und den Ländern hilfst, positive Veränderungen umzusetzen, da hat er sich selbst auf den Weg gemacht, um dich gefangen zu nehmen. Die Veränderungsministerin hat daraufhin über das Kollaborations-Tool alle anderen Länder informiert und die haben alle Delegationen losgeschickt und stehen nun direkt hinter den Truppen des Stagnators – auch vor unseren Stadtmauern. Ich war in letzter Zeit so mit den Problemen in meinem Königreich beschäftigt, dass ich gar nichts davon mitbekommen habe.“

Der Stagnator in Constantiam

Plötzlich kommt ein Hofdiener in den Saal gestürmt. „Eure Agilität! Der Stagnator hat es geschafft, in die Stadt einzudringen. Er steht auf dem großen Platz vor dem Palast und fordert, dass man ihm den Jungen aushändige. Er sagt, dass er uns in Ruhe lassen wird, wenn wir ihm nur den Jungen geben“, dabei deutet er auf Futran. Es wird ganz still im Regierungssaal. Norian sagt mit zitternder Stimme: „Aber was sollen wir jetzt tun?“ Futran richtet sich auf. „Ich werde zu ihm gehen und mich ihm stellen!“, sagt er mit entschlossener Stimme. „Nein Futran“, ruft Alma. „Du kannst nicht zu ihm gehen, er wird dich gefangen nehmen und Du wirst für immer in seinen Kerkern verschwinden! Was, wenn wir uns niemals wiedersehen!?“ „Du verstehst nicht, Alma“, sagt Futran. „Wenn ich mit ihm gehe, sind hunderte anderer Menschen sicher. Und wer weiß, vielleicht kann ich ihn irgendwie umstimmen. Ich muss es einfach tun.“ Futran dreht sich um und verlässt den Regierungssaal in Richtung des großen Platzes vor dem Palast, die drei anderen folgen ihm zögernd.

 

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Veränderung verstehen, gestalten und begleiten

Dafür sind wir, das Communication Services Team der fme AG, Ihre Ansprechpartnerinnen. Dank unserer langjährigen Erfahrung im Change Management wissen wir, wie wichtig es ist, Veränderungen in Unternehmen bewusst und aktiv zu gestalten, damit sie von den Mitarbeitenden mitgetragen und integriert werden und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt wird. Wir helfen Ihnen in den Bereichen Change Management, Coaching & Beratung und E-Learning. Bewirken Sie gemeinsam mit uns positiven Wandel in Ihrem Unternehmen!

Studierien

HAUPTSTADT: Scio

EINWOHNER: Anhand verschiedener Kopfbedeckungen kann man erkennen, welches „Lernlevel“ ein Studieraner bereits erreicht hat : Anfänger tragen Hüte in Form von Fragezeichen, Fortgeschrittene Hüte in Form von Ausrufezeichen und Experten tragen Doktorhüte.

GEOGRAFISCHE LAGE: Angrenzend an Dokumentistan und das Königreich der Stabilität

BESONDERHEITEN: Weltweit ist bekannt, dass man, wenn man einen Studieraner trifft, ihn oder sie (fast) alles fragen kann und man immer eine umfassende und gut informierte Antwort bekommt.

Die Studieraner sind die gebildetsten Menschen des gesamten Planeten Communicatio. Von ihrer frühsten Kindheit an verbringen sie viel Zeit damit, in Seminaren neue Dinge zu lernen. Da sich von Zeit zu Zeit immer wieder Regeln und Systeme in Studierien ändern und damit die Studieraner ständig an ihrer Auskunfts-Fähigkeit feilen können, ist es wichtig, dass sie regelmäßig an den neuen Seminaren teilnehmen. Aber auch auf dem Planeten Communicatio hat die Globalisierung Einzug gehalten: Die junge Generation Studierens möchte reisen und lässt sich in anderen Ländern nieder. Es wird zunehmend schwieriger sicherzustellen, dass alle an den Präsenzseminaren teilnehmen können. Die Bevölkerung ist besorgt: Wenn nicht mehr alle auf demselben Stand sind und keine neuen Dinge mehr lernen, wird das Land seine Vorreiterstellung als Quelle des Wissens bald verlieren. Wie kann das verhindert werden?

Königreich der Stabilität

HAUPTSTADT: Constantinam

EINWOHNER: alle sehr ordentlich, strukturiert, immer gut und unauffällig gekleidet

GEOGRAFISCHE LAGE: Angrenzend an Studieren und Dokumentistan; die Nähe zu Studieren sorgt dafür, dass neues Wissen immer wieder ins Land kommt

KLIMA: Ganzjährig heiter bis wolkig

SEHENSWÜRDIGKEITEN: Der große Königspalast der Stabilität, akkurat angelegte Städte und Dörfer

Das Königreich der Stabilität besteht schon seit Menschengedenken. Die Menschen leben seit jeher gut so, wie es eben schon immer war. Der alte König ist vor Kurzem verstorben und der Thronfolger ist jung und voller Tatendrang. Er möchte das Königreich der Stabilität zum „Königreich der Agilität“ umwandeln. Den Einwohnern geht das zu schnell.

TRANSFORMIEN

HAUPTSTADT: Trafo

EINWOHNER: Unscheinbar, ähneln immer mehr den Einwohnern Stagnaziens

GEOGRAFISCHE LAGE: im Westen das Wandela-Gebirge

KLIMA: Im Schutz des Wandela-Gebirges liegend, herrscht in Transformien eher gemäßigtes Klima. Die Ausbreitung der stagnierenden Mächte hat allerdings auch einen Einfluss auf die Jahreszeiten – der Winter hält bereits in vielen Teilen des Landes Einzug.

Als der Stagnator in Wandela (jetzt Stagnazien) die Macht übernahm, schaffte es ein kleiner Teil der Wandelaner, sich hinter das Wandela-Gebirge zurückzuziehen und eine neue Nation zu gründen. Allerdings bringen die stagnierenden Mächte mittlerweile nach und nach ihr zähes Gedankengut auch nach Transformien. Wer Veränderung wagt, muss nun damit rechnen, dass ihn die Spitzel des Stagnators an das Tyrannen-Regime verraten. Die Exil-Regierung beobachtet mit Schrecken, wie der Veränderungswille der Bevölkerung immer weiter schwindet. Das Land droht an seinem Stillstand unterzugehen und dem Stagnator in die Hände zu fallen.

Dokumentistan

HAUPTSTADT: File

EINWOHNER: Vom vielen Lesen und Sitzen in den Archiven sind die Dokumentaner merkwürdig bleich, eher papierfarben, die meisten tragen Brillen oder Monokel. zum Schutz vor der Sonne tragen sie Papierhüte.

GEOGRAFISCHE LAGE: Umgeben von riesigen Wäldern, die zur Papierproduktion verwendet werden

SEHENWÜRDIGKEITEN: Files Stadtarchive – sie sind bekannt für ihre besonders platzsparende Stapeltechnik

Dokumentistan gilt aufgrund seiner Lage als super sicherer Speicherort. Viele Länder haben deshalb ihre wichtigen Dokumente in den gewaltigen Archiven Files gelagert. Die Dokumentaner lieben ihre Sammlungen und versuchen, in ihrem Leben möglichst viele Dokumente zu lesen. Aber in den letzten Jahrzehnten wurden immer mehr Dokumente nach File gebracht. Das Archivsystem kann mit den Massen von Dokumenten immer schwerer umgehen und ist immer häufiger überlastet. Wenn es nicht bald von einem neuen System ersetzt wird, droht der Kollapse der Archive und damit der Untergang Dokumentistans. Die oberste Bibliothekarin experimentiert im Geheimen mit der Einführung eines neuen Systems. Aber wie werden die Dokumentaner reagieren?

Stagnazien

HAUPTSTADT: Lutin

GEOGRAFISCHE LAGE: Im Norden das Tal der Tränen, im Osten das Wandela-Gebirge.

EINWOHNER: Unglücklich und ängstlich, scheuen jede Veränderung, grau in grau gekleidet in der Mode von Vorgestern

KLIMA: ewiger Winter, denn als der Stagnator das Land einnahm, war es gerade Winter und das absolute Veränderungsverbot hat auch die Jahreszeit dazu veranlasst, sich nicht mehr zu verändern

Früher hieß Stagnazien einmal Wandela und war das Zentrum der positiven Veränderung. Als Zeichen seiner Macht hat der Stagnator, als er das Land einnahm, Wandela in Stagnazien umbenannt. Von hier aus entsendet er seine Routine-Truppen in die Länder des Kontinents, um die Weltherrschaft an sich zu reißen und jede Veränderung im Keim zu ersticken. Der Großteil der stagnazischen Bevölkerung ist träge und hat jegliches Motivationsgefühl verloren, sie folgt dem Stagnator wie Marionetten. Wenn es keine Veränderung gibt, wird das Land dem Untergang geweiht sein.