Studierien

Lesezeit: 4 Minuten

Thema: E-Learning
Was sind E-Learnings und welcher Prozess wird bei der Erstellung eines E-Learnings durchlaufen?

 
Vor drei Tagen sind Futran und Sensio mit den Gesandten der obersten Bibliothekarin in Studierien angekommen.

Bei ihrer Ankunft hat man ihnen ein komfortables Zimmer mit Blick auf eine malerische Landschaft zugeteilt. „Da haben wir uns wohl die richtige Reisegruppe ausgesucht“, ist Sensios Kommentar angesichts des geschmackvoll eingerichteten Hotels gewesen, in dem die Verwaltung Dokumentistans auch für sie ein Zimmer gebucht hat. Der Hotelier, ein großer schlanker Mann mit einem Hut in der Form eines Ausrufezeichens, hat sie auf ihre Zimmer begleitet. Er hat ihnen erklärt, dass die Regierung Studieriens vor einigen Jahren angefangen hat, überall im Land Ferienressorts wie dieses zu bauen, um die Jugend des Landes unter dem Motto „Ich reise daheim“ davon zu überzeugen, in Studierien zu bleiben und nicht mit dem globalen Reisetrend zu gehen. „Aber unsere jungen Leute hat das nicht überzeugt“, hat er etwas traurig erzählt. „Mein Neffe zum Beispiel ist vor drei Jahren auf Weltreise gegangen, hat dabei seine Frau kennengelernt und lebt nun mit ihr im Königreich der Stabilität. Unsere Regierung steht wirklich unter Druck. Keiner weiß, wie wir es ohne die Jugend schaffen sollen, unsere Vorreiterposition als Land des Wissens und des Lernens zu erhalten. Wenn die junge Generation nicht mehr an den Seminaren und Fortbildungen teilnehmen kann, die seit Generationen unseren Wissensstatus garantieren, werden wir im wahrsten Sinne des Wortes dumm aus der Wäsche gucken.“    

Nun liegen sie bei strahlendem Sonnenschein am Hotelpool

auf dessen glatter, türkisblauer Oberfläche sich die sanft geschwungenen Hügel Studieriens spiegeln. Futran räkelt sich auf seiner Sonnenliege. „Endlich können wir mal eine Pause machen!“, seufzt er und rückt seine Sonnenbrille auf der Nase zurecht. Sensio dreht sich zu Futran um, schaut auf dessen Bauch und kichert: „Du hättest an die Sonnencreme denken sollen, mein Lieber.“ Futran ist mit seinem Handtuch in den Armen eingeschlafen und hat nun einen großen weißen Fleck in der Form eines Herzens auf dem Bauch, der sich deutlich von der ausgeprägten Röte seines restlichen Körpers abhebt. „Oh Mann, ich glaube, ich brauche eine Sonnenpause“, sagt Futran und steht auf. Als er sich zum Gehen abwendet, stößt er mit jemandem zusammen. Er blickt auf und sieht aus dem Augenwinkel einen Kettenanhänger mit einem weißen vierzackigen Stern auf einem roten Kreis kurz aufblitzen. „Irgendwie kommt mir dieses Symbol bekannt vor“, denkt Futran noch, doch dann schaut er auf und blickt plötzlich in das schönste Gesicht, das er jemals gesehen hat. „Wer hätte gedacht, dass er noch röter anlaufen könnte, so verbrannt wie er schon ist“, kichert Sensio in sich hinein und zieht sich unauffällig zurück.

„Hey, pass doch auf“, entfährt es der jungen Frau,

die sich jedoch schnell wieder sammelt beim Anblick des roten, erschrockenen Futrans. „Naja, ist ja nichts passiert… Du scheinst dich ein wenig verbrannt zu haben!?“, sagt sie grinsend und deutet auf Futrans Bauch. Futran öffnet den Mund und sagt: „Mgnrrfsn“, dabei versucht er verzweifelt, sich sein T-Shirt über den Kopf zu ziehen, um den herzförmigen Abdruck zu verdecken. „Ach, entschuldige, du sprichst gar nicht meine Sprache!?“ fragt sie amüsiert. „Doch, doch“, kommen endlich wieder ganze Wörter aus Futran heraus. „Ich bin Futran“. Sie schaut ihn neugierig an. „Ich bin Alma. Sag mal, habe ich vorhin einen Roboter bei dir gesehen? Das ist ja richtig cool! Was machst du denn hier? Seit meiner Ankunft habe ich nur ältere Menschen am Pool getroffen. Im Gegensatz zu den jungen Leuten scheinen die die „Ich reise daheim“-Kampagne super zu finden.“ Sie lacht laut und fröhlich auf. „Ja, der Roboter ist mein Freund Sensio. Wir sind mit den Gesandten aus Dokumentistan angereist und auf der Suche nach meinem Vater.“ Alma schaut ihn schräg von der Seite an und flüstert plötzlich aufgeregt: „Du bist aber nicht DER Futran, oder?“ „Ehhm…“, sagt Futran leicht verwirrt. „Wer?“ Alma spricht nun so leise, dass man sie kaum noch hört. „Der Sohn des Königs von Wandela?“ „Ehm, doch…“, sagt Futran zaghaft. „Was!?“, platzt es da aus Alma heraus. „Dein Vater wartet schon so lange auf ein Zeichen von dir!“ „Du kennst meinen Vater?“ Nun ist Futran auch ganz aufgeregt. „Natürlich, jeder von uns kennt ihn!“, sagt Alma. „Uns?“ Futran fällt plötzlich wieder der Kettenanhänger ein, den er vorhin aus dem Augenwinkel gesehen hat. „Jetzt weiß ich’s! Du trägst das Changerzeichen. Bist du etwa eine Changerin? Aber ich dachte, ihr seid im Untergrund!“ „Ja, sind wir auch, aber wenn unsere Hilfe benötigt wird, sind wir zur Stelle. Außerdem trauen sich die Routinetruppen des Stagnators nicht bis nach Studierien. Sie haben Angst vor den ganzen schlauen Menschen hier“, sagt sie lachend. „Aber was machst du in Studierien? Seid ihr nicht im Kampf gegen den Stagnator?“, fragt Futran. „Ja, aber wir kämpfen gegen den Stagnator, indem wir den Menschen Mut machen und ihnen zeigen, dass Veränderungen nicht unbedingt schwierig sein müssen. Aber letzten Endes müssen sich die Menschen selbst vom Stagnator befreien.“ Alma hält einen Moment nachdenklich inne, dann erklärt sie weiter: „Wir haben einen Hilferuf von der Regierung Studieriens bekommen. Ich bin hier, um ihnen unsere elektronische Lernlösung zu zeigen, damit auch die jungen Studierianer sich von überall weiterbilden können.“ „Eine elektronische Lernlösung?“, fragt Futran. „Ja, hast du schon mal etwas von E-Learnings gehört? Sie holt ein Tablet aus ihrer Tasche. „Schau, meine Freundin Lissy hat ein Video gedreht, in dem sie erklärt, wie man E-Learnings am besten produzieren kann“. Gebeugt über das Tablet schauen sie sich das Video an.

Schaue dir hier das Video mit Changerin Lissy an:

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„Das sieht nach einer guten Idee aus!“, sagt Futran. „Alma, weißt du, wo mein Vater ist?“. Alma antwortet: „Ich weiß nicht, wo genau er sich gerade aufhält, aber wenn du mit mir kommst, werden wir ihn finden.“ Futran kann sein Glück kaum fassen. „Ja, dann brechen wir auf, sobald du dein Projekt hier abgeschlossen hast!“

Sensio hat Futran und Alma aus der Ferne beobachtet und schaut zu, wie die beiden aufgeregt die Köpfe zusammenstecken. Gedankenverloren schaut er in die Ferne und murmelt: „Wenn das nicht der Anfang einer großartigen Veränderung ist…!“

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Dafür sind wir, das Communication Services Team der fme AG, Ihre Ansprechpartnerinnen. Dank unserer langjährigen Erfahrung im Change Management wissen wir, wie wichtig es ist, Veränderungen in Unternehmen bewusst und aktiv zu gestalten, damit sie von den Mitarbeitenden mitgetragen und integriert werden und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt wird. Wir helfen Ihnen in den Bereichen Change Management, Coaching & Beratung und E-Learning. Bewirken Sie gemeinsam mit uns positiven Wandel in Ihrem Unternehmen!

Studierien

HAUPTSTADT: Scio

EINWOHNER: Anhand verschiedener Kopfbedeckungen kann man erkennen, welches „Lernlevel“ ein Studieraner bereits erreicht hat : Anfänger tragen Hüte in Form von Fragezeichen, Fortgeschrittene Hüte in Form von Ausrufezeichen und Experten tragen Doktorhüte.

GEOGRAFISCHE LAGE: Angrenzend an Dokumentistan und das Königreich der Stabilität

BESONDERHEITEN: Weltweit ist bekannt, dass man, wenn man einen Studieraner trifft, ihn oder sie (fast) alles fragen kann und man immer eine umfassende und gut informierte Antwort bekommt.

Die Studieraner sind die gebildetsten Menschen des gesamten Planeten Communicatio. Von ihrer frühsten Kindheit an verbringen sie viel Zeit damit, in Seminaren neue Dinge zu lernen. Da sich von Zeit zu Zeit immer wieder Regeln und Systeme in Studierien ändern und damit die Studieraner ständig an ihrer Auskunfts-Fähigkeit feilen können, ist es wichtig, dass sie regelmäßig an den neuen Seminaren teilnehmen. Aber auch auf dem Planeten Communicatio hat die Globalisierung Einzug gehalten: Die junge Generation Studierens möchte reisen und lässt sich in anderen Ländern nieder. Es wird zunehmend schwieriger sicherzustellen, dass alle an den Präsenzseminaren teilnehmen können. Die Bevölkerung ist besorgt: Wenn nicht mehr alle auf demselben Stand sind und keine neuen Dinge mehr lernen, wird das Land seine Vorreiterstellung als Quelle des Wissens bald verlieren. Wie kann das verhindert werden?

Königreich der Stabilität

HAUPTSTADT: Constantinam

EINWOHNER: alle sehr ordentlich, strukturiert, immer gut und unauffällig gekleidet

GEOGRAFISCHE LAGE: Angrenzend an Studieren und Dokumentistan; die Nähe zu Studieren sorgt dafür, dass neues Wissen immer wieder ins Land kommt

KLIMA: Ganzjährig heiter bis wolkig

SEHENSWÜRDIGKEITEN: Der große Königspalast der Stabilität, akkurat angelegte Städte und Dörfer

Das Königreich der Stabilität besteht schon seit Menschengedenken. Die Menschen leben seit jeher gut so, wie es eben schon immer war. Der alte König ist vor Kurzem verstorben und der Thronfolger ist jung und voller Tatendrang. Er möchte das Königreich der Stabilität zum „Königreich der Agilität“ umwandeln. Den Einwohnern geht das zu schnell.

TRANSFORMIEN

HAUPTSTADT: Trafo

EINWOHNER: Unscheinbar, ähneln immer mehr den Einwohnern Stagnaziens

GEOGRAFISCHE LAGE: im Westen das Wandela-Gebirge

KLIMA: Im Schutz des Wandela-Gebirges liegend, herrscht in Transformien eher gemäßigtes Klima. Die Ausbreitung der stagnierenden Mächte hat allerdings auch einen Einfluss auf die Jahreszeiten – der Winter hält bereits in vielen Teilen des Landes Einzug.

Als der Stagnator in Wandela (jetzt Stagnazien) die Macht übernahm, schaffte es ein kleiner Teil der Wandelaner, sich hinter das Wandela-Gebirge zurückzuziehen und eine neue Nation zu gründen. Allerdings bringen die stagnierenden Mächte mittlerweile nach und nach ihr zähes Gedankengut auch nach Transformien. Wer Veränderung wagt, muss nun damit rechnen, dass ihn die Spitzel des Stagnators an das Tyrannen-Regime verraten. Die Exil-Regierung beobachtet mit Schrecken, wie der Veränderungswille der Bevölkerung immer weiter schwindet. Das Land droht an seinem Stillstand unterzugehen und dem Stagnator in die Hände zu fallen.

Dokumentistan

HAUPTSTADT: File

EINWOHNER: Vom vielen Lesen und Sitzen in den Archiven sind die Dokumentaner merkwürdig bleich, eher papierfarben, die meisten tragen Brillen oder Monokel. zum Schutz vor der Sonne tragen sie Papierhüte.

GEOGRAFISCHE LAGE: Umgeben von riesigen Wäldern, die zur Papierproduktion verwendet werden

SEHENWÜRDIGKEITEN: Files Stadtarchive – sie sind bekannt für ihre besonders platzsparende Stapeltechnik

Dokumentistan gilt aufgrund seiner Lage als super sicherer Speicherort. Viele Länder haben deshalb ihre wichtigen Dokumente in den gewaltigen Archiven Files gelagert. Die Dokumentaner lieben ihre Sammlungen und versuchen, in ihrem Leben möglichst viele Dokumente zu lesen. Aber in den letzten Jahrzehnten wurden immer mehr Dokumente nach File gebracht. Das Archivsystem kann mit den Massen von Dokumenten immer schwerer umgehen und ist immer häufiger überlastet. Wenn es nicht bald von einem neuen System ersetzt wird, droht der Kollapse der Archive und damit der Untergang Dokumentistans. Die oberste Bibliothekarin experimentiert im Geheimen mit der Einführung eines neuen Systems. Aber wie werden die Dokumentaner reagieren?

Stagnazien

HAUPTSTADT: Lutin

GEOGRAFISCHE LAGE: Im Norden das Tal der Tränen, im Osten das Wandela-Gebirge.

EINWOHNER: Unglücklich und ängstlich, scheuen jede Veränderung, grau in grau gekleidet in der Mode von Vorgestern

KLIMA: ewiger Winter, denn als der Stagnator das Land einnahm, war es gerade Winter und das absolute Veränderungsverbot hat auch die Jahreszeit dazu veranlasst, sich nicht mehr zu verändern

Früher hieß Stagnazien einmal Wandela und war das Zentrum der positiven Veränderung. Als Zeichen seiner Macht hat der Stagnator, als er das Land einnahm, Wandela in Stagnazien umbenannt. Von hier aus entsendet er seine Routine-Truppen in die Länder des Kontinents, um die Weltherrschaft an sich zu reißen und jede Veränderung im Keim zu ersticken. Der Großteil der stagnazischen Bevölkerung ist träge und hat jegliches Motivationsgefühl verloren, sie folgt dem Stagnator wie Marionetten. Wenn es keine Veränderung gibt, wird das Land dem Untergang geweiht sein.